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Anbieterqualifikation für Hatha Yoga

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen hat die neueste Fassung des Leitfaden Prävention herausgegeben. Ab 1.10.2020 gelten Neuregelungen was die Anbieterqualifikation für Hatha Yoga betrifft. Was ändert sich?

Fachkräfte mit einem staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss in einem Gesundheits- oder Sozialberuf benötigten bisher eine Bescheinigung ihrer Zusatzqualifikation für Hatha Yoga. Diese konnte nur von einigen wenigen Fachorganisationen ausgestellt werden und musste den dort gültigen Ausbildungsstandards genügen. Wiederholt haben wir angeregt, die Freiheit und die Verantwortungsübernahme des Einzelnen zu fördern und aus Abhängigkeiten von Institutionen und Systemzwängen loszulösen, indem klare und unmittelbare Vorgaben für eine Anbieterqualifikation kommuniziert werden. Unsere Anregungen wurden nun dahingehend umgesetzt, dass es ab 2020 stundenmäßige Vorgaben für die zu erfüllende und nachzuweisende fachwissenschaftliche, die fachpraktische und die fachübergreifende Kompetenz gibt (siehe S. 81/82 Leitfaden Prävention). Jeder kann nun selbst überprüfen ob seine Ausbildung den geforderten Inhalten und Umfängen genügt. Im Sinne des lebenslangen Lernens können fehlende Module in Bezug auf die Mindeststandards bis zu 40 % des Gesamtumfangs durch weitere Qualifizierungsmaßnahmen (z.B. Weiterbildungen) ergänzt werden. Diese können nun durch jeden Berufs- oder Fachverband erfolgen. (siehe S. 53/54 Leitfaden Prävention).

Alle am 30. September 2020 zur Anbieterqualifikation anerkannten Kursleiter erhalten für die Zukunft Bestandsschutz von der ZPP bzw. von der Krankenkasse, die sie anerkannt hatte. Hierbei gilt eine Übergangsregelung wenn die Ausbildung zwischen Januar 2018 und September 2020 begonnen und bis spätestens 31. Dezember 2024 abgeschlossen wurde. (siehe S. 53 Leitfaden Prävention)

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Leitfaden_Pravention v. 1.10.2018.pdf
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