Das ajna chakra

Dieses chakra, das sich in der Mitte der Stirn über der Nasenwurzel befindet, ist durch die Hormondrüse der Hypophyse repräsentiert. Diese wichtige Drüse steuert die gesamten Hormonabläufe.

Mit dem ajna chakra ist dem Menschen die Möglichkeit einer vom Körper freien Gedankenbildung gegeben. 

"Man kann den Mittelpunkt, der zwischen den Augenbrauen liegt, auch als den Ort des freien und schaffenden Gedankens bezeichnen und dies wäre die praktisch getätigte und existenziell entwickelte Meditation. So betritt man mit dem Übergang vom Kehlkopf zum Haupte eine neue Ebene, die man als satyaloka, als eine sogenannte Wahrheitsebene bezeichnen kann, als die Ebene des wirkenden und tatsächlich existenziellen Gedankens in seiner Konzentrationsent-faltung." "(Die Seelendimension des Yoga", Heinz Grill)

 

Der Kopfstand im Ausdruck seiner vertikalen Form ist ein Bild für den reinen Gedanken, den Gedanken der frei von eigenen Wünschen,  Erwartungen, Intellektualismus, Projektionen und Manipulationen gedacht wird. Es hat dieses Denken aus dem ajna-cakra nichts mit den normalen gewohnten Denkabläufen zu tun, die automatisch stattfinden. 

 

Damit ein Gedanke in seiner freien Natur gedacht werden kann, benötigt der Übende eine Schulung. Es muss zuerst die Fähigkeit entwickelt werden, das Denken von den Gefühlen und vom Willen zu differenzieren und die eigenen Denkabläufe zu beobachten. Es müssen auch die Unruhen die fast ständig aus dem Körper heraus aufsteigen, eine Zurückweisung erhalten. Erst nach dieser ordnenden Tätigkeit kann dann ein Bewusstseinsraum entstehen, um längere Zeit in der Betrachtung eines Gedankens oder eines Objektes zu verweilen.

 

Die Entwicklung des ajna-chakra führt den Menschen in eine große Freiheit und schöpferische Kreativität. Nicht die allgemeinen Bedingungen beherrschen ihn dann, sondern er gibt dem Leben eine eigene formende Führung. 

 

 

Ein realer Gedanke, der in seiner reinen Natur gedacht wird und aus seinem freien und weiten geistigen Raum zum Menschen hinabsteigt, bildet eine Kristallgestalt. Der Kristall in der irdischen Welt ist ein Sinnbild für die noch rein gebliebene Materie. 

("Die Signaturen der Planeten und die seelisch-geistige Entwicklung in der Pädagogik", S. 147, Heinz Grill)


Die gesundheitlichen Wirkungen aus der Entwicklung des 6. Zentrums sind sehr nennenswert. Dieses steht in einem Zusammenhang zum Leberorgan. Die Leber ist ein wichtiges Stoffwechselorgan das in ihren Zellen Zucker, Fette, Aminosäuren und Vitamine speichert, diese umwandelt und wieder an das Blut oder an andere Organe abgibt. Mit der Umwandlung, Speicherung und Freisetzung von Glucose (Zucker) in Glykogen sorgt die Leber z.B. dafür, dass wiederum genügend Energie für Denkprozesse zur Verfügung steht. In den Leberzellen werden auch Giftstoffe abgefangen und zu unschädlichen Stoffen umgewandelt, z.B. Ammoniak in Harnstoff. Ist die Leber in ihrer Funktion gestört, kann es dadurch, dass die schädlichen Stoffe über das Blut in das Gehirn gelangen, zu Störungen der Hirnfunktion kommen.

Eine Regsamkeit im Denken im Sinne einer aktiven und freien Gedankenbildung hat einen großen Einfluss auf die gesunde Aktivität der Leber.   

Der gesamte Lymphfluss, durch den Nähr- und Abfallstoffe transportiert und entsorgt werden, erhält eine Anregung, sodass sich Stauungen und Ödeme im Körper besser auflösen.